
Im Klotz-Art Kreativ Hof
Antweiler
WORKSHOP
Michaela und Martin Klotz laden zu einem Raku-Keramik- Mini-Workshop ein. Die Kunstform “Raku“ aus Japan eignet sich dabei als Zeichen der Zuversicht. Denn Raku bedeutet so viel wie: „Freude“, „Glück“ und „Zufriedenheit“.
Micha stellt schon vorgefertigte Teile zur Auswahl zur Verfügung. Die Teilnehmer glasieren dann ihr ausgewähltes, ganz individuelles Objekt nach ihren Wünschen. Martin brennt diese anschließend vor Ort, was etwa 45 Minuten dauert, die glühenden Objekte werden anschließend in einen Behälter mit Sägemehl gelegt, was wegen der Temperatur natürlich direkt brennt, nach einiger Zeit in kaltem Wasser abgekühlt, von den Teilnehmern dann gereinigt und können dann als „mein erstes eigenes Raku-Kunstwerk“ mitgenommen werden.
Michaela Klotz und ihr Mann, Martin Klotz, leben seit 12 Jahren auf dem Klotzart Kreativ-Hof in einem Bruchstein- und Fachwerkhaus in der Bergstraße.
Micha‘s besonderes Interesse gilt der Raku-Keramik, mit Gestaltungs-Schwerpunkt auf Skulpturen und Objekten aus und in der Natur. Micha‘s Installation gegen das Vergessen der Flut mit 14 Fischen in Raku-Technik trägt den Titel „Zeichen der Zuversicht in Antweiler an der Ahr“ . Diese beziehen sich auf den 14.Juli 2021 und schweben schillernd als Mobile über dem Fluss an Gilligs Mühle in Antweiler.
Bei den offenen Gärten der Ahr machen sie mit, weil …
“es sich um eine Kulturveranstaltung entlang der Ahr handelt. Kunst und Kultur gehen immer Hand in Hand.“
Die Flut im Ahrtal „für uns persönlich war psychologisch ein gravierender Einschnitt in unser Leben. Nachdem wir uns 2013 entschlossen hatten, unser bis dahin sehr bewegtes Leben, das uns beruflich und privat in über 40 Länder geführt hatte, langsam geruhsam ausklingen zu lassen, unser Haus in Leverkusen zu verkaufen und im idyllischen Oberahrtal ein neues Zuhause zu finden, gelang uns acht Jahre bis 2021 auch persönlich eine bewusste Entschleunigung unseres Lebens hervorragend. Täglich genossen wir und unsere Hunde die wunderschöne Natur, Land und Leute. Welches Glück hatte doch gerade unsere Generation, die von Krieg und Katastrophen schon so lange verschont geblieben war. Umso größer war der Schock, als sich von einem Tag auf den anderen die Idylle und die Landschaft wie im Kriegszustand befand. Tags zuvor feierten wir noch in größerer Runde beim Nachbarn ausgelassen Geburtstag, tags drauf versuchte ich verzweifelt meine Kinder telefonisch zu informieren, dass es uns „gut“ geht. Auch wenn wir an der Bergstrasse verschont blieben, so versank doch fast das ganze Dorf im Chaos. Häuser wurden zerstört, Bekannte kamen ums Leben, Wohnungen wurden unbewohnbar. Und so ist auch bis heute knapp vier Jahre danach nichts wie zuvor. Tiefe Wunden in der Landschaft, verlassene Geschäfte und Arztpraxen, gestörte Infrastruktur, Verstummen des Lachens und Spielens der Kinder des jetzt geschlossenen Schullandheims, all das zerstören die einzige Idylle mit Eisvogel und Graureiher an der Ahr. Und die noch nicht einmal begonnenen Arbeiten zur Stabilisierung von ca. 200 m Hang, der auf den Ahr-Radweg gestürzt ist, lassen erahnen, dass Normalität noch Jahre nicht erreicht sein wird.
Der Traum von einem geruhsam ausklingenden Leben wird wohl ein Traum bleiben müssen, besonders in heutiger politisch ungewisser Zukunft.
Bitte melden sie sich für eine bestimmte Zeit an:
11.00 (5 TN)
12.00 (5 TN)
13.00 (5 TN)
14.00 (5 TN)
Wann: 28. Juni / 11:00 – 15.00 Uhr
Maximale Teilnehmerzahl: 20
Ticket: 10 €



